Chronik

Auszug aus der Chronik des KAKADU

Man schrieb den 6. Dezember 1966, als im Gasthaus „Goldener Engel“ in Stockstadt/Main, der Grundstein zur Gründung des “ KARNEVAL-KLUB KAKADU “ (KKK), gelegt wurde.

Die Initiative ging von Klaus Stuhlmann aus. Nach Auflösung des Schweinheimer Carneval- Vereins “ SCV „ und dem Tod des dortigen Präsidenten, Rolf Lehmann, griff er die Idee auf und gründete mit sieben Idealisten, Conrad Brunnenträger, Sophie Brunnenträger, Elvira Elsässer, Robert Elsässer, Horst Staudt, Conrad Stenger und Wolfgang Urban den KARNEVAL-KLUB KAKADU, kurz auch KKKgenannt.

Die ersten Veranstaltungen der Campagne 1966/67 fanden noch in den Räumen des Goldenen Engels statt. Bedingt durch den Mitgliederzuwachs und das steigende Interesse beim Publikum, wurde der Sitz des Klubs schon bald nach Aschaffenburg verlegt. Hier be- kamen wir schnell Anschluss an die bereits bestehenden Karnevalsvereine und beteiligten uns aktiv am dortigen Geschehen.

Unsere jährlichen Sitzungen fanden in den Anfangsjahren im Rot-Weiß Vereinsheim in der Goldbacher Straße statt. Danach zogen wir in das St. Josefs Heim um und belegten ab 1974 die Dämmer-Turnhalle. Im Jahr 1978 zogen wir wiederum um und zwar diesmal nach Haibach in die herrliche Kultur und Sporthalle. In dieses Ausweichquartier mussten wir einziehen, da die in der Stadt angebotenen Hallen nicht in der Lage waren, die zwischen- zeitlich beträchtlich angewachsenen Zuschauerzahlen aufzunehmen.

Bereits in der Campagne 1967/68 hatten wir auch eine kleine Tanzgruppe, bestehend aus den Mädchen Renate Birkner, Inge Dietz und Elfriede Albert. Sie fungierten in erster Linie als Zeremonienmeister und zum Schunkeln auf der Bühne. In der Campagne 1971/72 übernahm Klaus und Renate Richter, als Trainerpaar, die Tanzgruppe und machten sich auch in der Umgebung auf die Suche nach weiteren Interessenten. Dies war nunmehr die Geburtsstunde der “ TANZGRUPPE DES KARNEVAL-KLUB KAKADU „.

Der erste Erfolg dieser neu formierten Gruppe ließ nicht lange auf sich warten. Bereits im Jahre 1972 konnte sie mit ihrem “ Can Can “ das Publikum begeistern. Durch den Beitritt in den Bund deutscher Karnevalisten – BDK – schufen wir uns die Möglichkeit, auch über- regional an Tanzturnieren teilzunehmen. Hier erreichte unsere Tanzgruppe nunmehr auch beachtliche und nennenswerte Erfolge. Bei der Qualifikation zu Deutschen Meisterschaft erreichte sie 1978 den 4. Platz in der Wertung “ Gardetanz „. Mit einem Schautanz setzt sie sich beim 12. Fränkischen Gardetanzturnier durch und ertanzte den 3. Platz. Auch in den nachfolgenden Jahren konnten von der Gruppe bei verschiedenen Turnieren gute Platzierungen erreicht werden.

Im Jahre 1975 wurden wir durch die Eintragung ins Vereinsregister der Stadt Aschaffenburg ein eingetragener Verein kurz e.V. Anlässlich unseres 11-jährigen Bestehens in der Campagne 1976/77stellten wir erstmals ein Prinzenpaar, Prinz Günter I. und ihrer Lieblichkeit, Prinzessin Ludwina I.  Dieses Prinzenpaar war auch gleichzeitig das erste Aschaffenburger Prinzenpaar.

Eines der größten Probleme unseres Klubs war schon seit jeher, dass geeignete Räume zur Unterbringung der Requisiten, sowie eine Werkstatt für die erforderlichen Arbeiten an den umfangreichen und aufwendigen Bühnenteilen fehlten. Der Nilkheimer Bahnhof – einige Jahre Notbehelf, platzte aus allen Nähten. Mit der Übernahme des vom Verfall bedrohten Lufthofes im Jahre 1981 konnte dieses Problem beseitigt werden. In Eigenleistung und mit finanzieller Unterstützung durch die Stadtverwaltung konnte der ehemalige und über Jahre vernachlässigte Hof wieder in Schuss gebracht werden und wir hatten endlich ein eigenes Vereinsheim. Auf diesem Gelände werden nun jeweils zwei Feste veranstaltet  und  zwar  im  Juni das “ Lufthoffest „ und im September das „ Wein- fest „Ferner werden dort in unregelmäßigen Abständen gemütliche Nachmittage für die Mitglieder durchgeführt, zum Beispiel findet jedes Jahr am Vatertag ein “ Forellenessen „ statt.

Wir waren immer bestrebt zu den anderen Vereinen und Klubs ein gutes und freundschaftliches Verhältnis zu unterhalten. So z. B. übernahmen wir 1983 die Fahnenpaten- schaft beim CCC Bürgstadt, unterstützten tatkräftig den Mömbriser Karnevalverein in seiner Aufbauphase und führten über viele Jahre hinweg mit der DJK Obernau gemein- same Sitzungen durch. Auch in Aschaffenburg gehörten wir zu den Ausrichtern der früheren “ CITY-GALERIE Sitzung „ und heute gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass wir uns  bei der jährlichen “ SENIORENSITZUNG „beteiligen, deren Ausrichter die Stadt Aschaffenburg sowie die 4 Aschaffenburger Fastnachtsvereine sind. Ebenso beteiligten wir uns bei den Städtepartnerschaften. 1983 besuchte uns die Tanz und Musikvereinigung LYS (Lilien) aus St.Germain en Lay. Beim Gegenbesuch im Frühjahr 1984 konnten wir die überaus herzliche Gastfreundschaft der Franzosen kennen lernen.

In der Campagne 1983/84 stellten wir erneut ein Prinzenpaar Prinz Klaus II. und ihrer Lieblichkeit, Prinzessin Gitte I. Einer Einladung des venezianischen Klubs “ Calazai Antichi “  folgend, besuchte das Prinzenpaar mit einem großen Hofstaat für zwei Tage Venedig und lernten so die Eigentümlichkeit des venezianischen Karnevals kennen.

In der turnusmäßigen Reihenfolge zur Erstellung des Aschaffenburger Prinzenpaares waren wir wieder in der Campagne 1986/87 an der Reihe mit unserem Prinz Richard I. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Margrid I. Auch in der Campagne 1989/90 konnten wir mit  Prinz Harry I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Brigitte I. erneut ein Prinzenpaar stellen.

Mit der Fertigstellung der in Aschaffenburg errichteten Stadthalle am Schloss im Jahre 1991 hatte auch unser Ausweichquartier in Haibach ein Ende. Die Sitzung der Campagne 1991/92 fand zur Freude aller in deren großem Saal statt.

Gleichzeitig mit dem Einzug in die Stadthalle feierte unsere Tanzgruppe ihr 22-jähriges Bestehens als Tanzgruppe des KKK und, als besonderen Luxus in dieser Sitzung, ver- pflichteten wir erstmals Stars vom Film, Funk und Fernsehen, und zwar natürlich nur was karnevalistisches, “ Die drei Moosacher „.

Mit Prinz Hubert I. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Constanza I. konnte wir auch in der Campagne 1993/94 wieder ein Prinzenpaar stellen.

In dieser Campagne erfolgte ein Wechsel in der Vorstandschaft. Der langjährige Vorstand Klaus Richter legte sein Amt nieder und mit ihm auch die Trainerin der Tanzgruppe Renate Richter. Neuer 1. Vorstand wurde nun Roland Göhring, das Amt des 2. Vorstandes übernahm Klaus Stößel und als  Tanzgruppen-Trainerin konnten wir Felicitas Freund gewinnen.

In der Campagne 1996/97 konnten wir mit Prinz Ernst II. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Angelika I.erneut das Aschaffenburger-Prinzenpaar stellen. In dieser Campagne knüpften wir enge Banden zum “ Spielmannszug Lilienthal-Falkenberg e.V. „, aus der Nähe von Bremen. Dieser Musikzug beteiligte sich auch erstmals am Aschaffenburger-Fastnachtszug. Wir unternahmen im Jahre 2000  einen Gegenbesuch und beteiligten uns beim
“ Freimarktsumzug „ in Bremen, weitere Gegenbesuche folgten.

Leider mussten wir in der Campagne 1997/98 wieder einen Wechsel in der Tanzgruppe hinnehmen, denn Felicitas Freund legte ihr Amt nieder, aber wir konnten uns glücklich schätzten sofort in Viktoria Walz eine neue Trainerin gefunden zu haben.

In der Campagne 1999/2000 konnten wir unser 33-jähriges Bestehen feiern und aus diesem Anlass stellten wir mit Prinz Horst I. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Monika I. erneut ein Prinzenpaar. Bei diesem Prinzenpaar handelte es sich um erprobte Fasenachter, er, Gründungsmitglied, Ehrenmitglied und Protokoller, sie, langjährige Schriftführerin und Büttenrednerin des Klubs.

In der Campagne 2000/2001 übergab nach 34 Jahren unser  Sitzungspräsident Klaus Stuhlmann  sein  Amt an Monika Staudt.

Turnusgemäß stellten wir in der Campagne 2003/2004 wieder das Aschaffenburger-Prinzenpaar. Mit Prinz Holger I. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Monika II. hatten wir wieder ein Prinzenpaar auf das wir stolz sein konnten.

Ein besonderes Highlight dieser Campagne war der Auftritt unserer Kindertanzgruppe mit ihren Tanz  Biene Maja  „ bei der Kinder- und Junioren-Fastnachts-Fernsehsitzung des Fastnachts- verbandes Franken in Rottenberg. Unsere Kinder hatten bei dieser Veranstaltung den Klub würdig vertreten und kamen beim Publikum sowie bei den Verantwortlichen der Veranstaltung sehr gut an. Einen besonderen Applaus erhielt unsere Svenja Otter (5 Jahre) für ihre Solo-Redeeinlage.

2009 konnte Ernst Maidhof  nach dem Ausscheiden von Monika Staudt als Sitzungspräsident gewonnen werden.

Der Klub wird derzeitig vom 1. Vorstand Klaus Stößel, dem 2. Vorstand Roland Göhring sowie dem1. Kassier Harry Hornauer geführt und die Tanzgruppe wird von Viktoria Walz trainiert.

Bei der Jahreshauptversammlung 2015 übergab die langjährige „Troika“ der Führung (Klaus Stößel als 1Vorsitzender, Roland Göhring als 2. Vorsitzender und Harry Hornauer als Schatzmeister) die Klubleitung an jüngere Hände ab. Maximilian Bischof übernahm den Vorsitz, Steffen Pickert fungiert als 2. Vorstand und Christine Becker verwaltet die Finanzen.

Einen besonderen Reiz bieten wir vor allem mit unseren jährlichen Sitzungen, die wir immer unter ein wechselndes Motto stellen und hierfür jeweils neue Bühnendekorationen entwerfen und bauen. Diese Aufgabe hat bereits seit Jahren Roland Göhring mit seinem Team übernommen.

Nachdem Roland Göhring aus Altersgründen die Dekoarbeiten abgegeben hatte, übernahmen die Tanzgruppenmitglieder Angela Lauterbach, Viktoria Reis und Sibel Kieser, unterstützt von Markus Fleckensteindie Ausstattung an den Veranstaltungen.

Ernst Maidhof  übergab bei der Sitzung 2018 die Aufgaben des Sitzungspräsidenten an Patrick Becker weiter.

Das Ziel unseres Klubs ist und bleibt, das Brauchtum der Fastnacht und damit verbunden den Frohsinn konzentriert in unserem Heimatgebiet zu verbreitenund unseren Mitgliedern ein harmonisches Vereinsleben zu bieten.

Hierfür veranstalten wir Ausflüge, Sommer – und Kameradschaftsfeste, sowie Weihnachtsfeiern u.ä.

 

Zusatz:

Am 3. Dezember 2007 wurde im Lufthof die Jugendgruppe im Kakadu gegründet, mit dem Ziel einer noch besseren und intensiveren Jugendarbeit innerhalb des Klubs.